Zukunftskonferenz

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Am 7. September findet die zweite Zukunftskonferenz statt.
Zukunftskonferenz: Ergebnisse und Einladung

Die Kirchenpflege Weinland Mitte lud alle Mitglieder der Kirchgemeinde zum Workshop vom 6. April 2024 ein. Es kamen über 40 Personen an diesem sonnigen Samstagnachmittag, um über die Legislaturziele zu sprechen. Allein diese Tatsache, dass so viele Menschen zusammenfanden, war ein Erfolg.
Beim Workshop ging es darum, die vorgeschlagenen Themen mit der Gemeinde zu diskutieren und andererseits genügend Informationen zusammenzutragen, damit die Kirchenpflege daraus Ziele definieren kann, die dann in einem zweiten Schritt – am nächsten Workshop im September – besprochen und finalisiert werden.
Folgende Themen waren Inhalt:

Gemeinschaft
Die fortschreitende Individualisierung versus die Angst vor dem Alleinsein.
Hier wurde insbesondere Gottesdienst sowie Alt und Jung thematisiert. – Gemeinschaft beschränkt sich aber nicht nur auf dies. Den «Dörfligeist» aufbrechen ist hier eine wichtige Forderung, die gestellt wurde.

Wissenskultur
Wissen ist frei zugänglich, und niemand hat die Hoheit über das Wissen. Eine offene und inkludierende Kirchgemeinde ist gewünscht, in der die Vielfältigkeit des Glaubens gelebt werden kann.

Graues Haar
Die Ansprüche und Bedürfnisse der Senioren ans Gegenüber (also an uns, die Gemeinde) ändern sich.
Die Einbindung dieser neuen vitalen «Alten» ist erklärten Ziel. Sie erkennen dann, dass sie «gebraucht werden» und eingesetzt werden können. Welche Themen, Aktionen, Plattformen und Projekte sind passend?

Gesundheit
Die Gefahr der Vereinsamung im Alter «trotz» guter Gesundheit wurde mehrmals angesprochen. Freiwillige sollen hier Teil der Seelsorge und Besuchsdienst von Pfarrpersonen übernehmen – auch Sterbebegleitung war ein Thema.
Nachhaltigkeit
Wurde nicht separat besprochen, sondern integrativ bei den anderen Themen aufgegriffen. Beispielsweise beim Thema «Alt und Jung», aber auch (und gerade) bei «Graues Haar» – also Projekte durchführen, die explizit diese Gruppen ansprechen – und jenen, deren Inhalt nachhaltige Themen sind.

Immobilien-Strategie
Das Thema, das am meisten inte-
ressierte und polarisierte.
Wir müssen davon ausgehen, dass uns für die nächste Amtsperiode 2028–2032 noch etwa 180 bis 200 Pfarrstellenprozente zugesprochen werden (für die Jahre 2024–2028 sind es 210 Stellenprozente plus 40, da wir neu fusioniert sind.
Ziel ist hier die Reduzierung der heutigen Kirchenräume von 6 auf 3 und die Neu-/Umnutzungen der Kirchen zu bewerkstelligen.
In den Gesprächen waren unterschiedliche Perspektiven zu erkennen. Einzelne wollen alle Kirchen weiter als Kirchenraum behalten und Gottesdienste abhalten, andere können sich die Schliessung von Truttikon und Benken vorstellen, und noch andere sehen eine Reduzierung auf eine Kirche als Lösung.
Grundsätzlich kann eine Kirche aufgrund ihrer Kubatur nicht kostendeckend gehalten werden, unabhängig davon, ob diese selten oder täglich genutzt wird. Es sei denn, die Kubatur wird verändert, zum Beispiel indem ein Raum in den Raum gestellt wird. Es wird dann nur dieser Raum geheizt, nicht aber die gesamte Kirche.

Die Kirchenpflege hat die wertvollen Inhalte, die gesammelt wurden, mitgenommen, hat daraus Ziele erarbeitet und wird diese am 7. September zur Diskussion und Weiterbearbeitung vorlegen.

Ich freue mich, Sie dann wieder zahlreich begrüssen zu können.
Rolf Hans Elsener, Präsident

Zweite Zukunftskonferenz
Samstag, 7. September 2024, Ossingen
13.30–16.30 Uhr, Aula Primarschule
Legislaturziele 2026–2030 vereinbaren